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Die Produktion


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Für jeden, der was zu backen hat


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Schon die alten Ägypter nutzten Hefe zum Brotbacken.

Lange vor der Dynastie der großen Pyramiden-Bauer (2.550 – 2.450 v.Chr.) und Jahrtausende vor Echnaton oder Ramses nutzten die alten Ägypter das Gärvermögen der Hefe zum Brotbacken. Die Entdeckung der Hefe vor rund 6.000 Jahren geht wohl auf eine eher zufällige Beobachtung zurück; denn die Ägypter kannten die Ursachen der Triebwirkung von Hefe noch nicht. Wie sollten sie auch? Ist doch die Hefezelle nicht größer als 0,007 mal 0,009 mm. Erst unter 300facher Vergrößerung wird sie sichtbar.

Obwohl das natürliche Triebmittel Hefe immer weiter kultiviert wurde, dauerte es doch bis 1857, ehe der große französiche Forscher Louis Pasteur nachweisen konnte, dass Hefe der Urheber der Gärung ist und Zufuhr von Luft die Bildung neuer Hefezellen fördert. Pasteur erkannte, dass Hefe aus der Stärke des Mehls gebildeten Zucker in Kohlensäure und Aromastoffe spaltet. Diese Eigenschaft macht sie zum wichtigsten biologischen Teiglockerungsmittel und zum begehrten Aromaspender.

Es war ein weiter Weg bis zur GIEGOLD Frischbackhefe, wie wir sie heute produzieren. Die Hefegewinnung blieb bis etwa 1850 häufig an Brauereien und besonders Brennereien gebunden. Die Bier- und die Branntweinhefe wurden in den Gärbottichen der Brauereien und Kornbrennereien abgeschöpft und teils als flüssige Suspension, teils nach Auspressen in Leinwandbeuteln für Backzwecke verkauft. Die Technologie der Backhefeproduktion im heutigen Sinn existiert erst seit etwa 1880.

Von der sehr großen Zahl der verschiedenen Heferassen, die in der Natur vorkommen, eignen sich nur wenige zur Herstellung von Backhefe. Die Isolierung von geeigneten Backhefe-Hochleistungsstämmen der Gattung Saccharomyces cerevisiae ist mit einem erheblichen mikrobiologischen Aufwand verbunden und wird deshalb heute von wissenschaftlichen Forschungsstellen in Kooperation mit der Hefeindustrie durchgeführt. Ein solcher Backhefestamm, in Verbindung mit einem entsprechenden technischen und hefetechnologischen Know-how, ermöglicht die Herstellung einer erstklassigen Frischbackhefe gleichbleibender Qualität.

Mit Hilfe eines komplexen Produktions-Leitsystems ist das Herzstück der Produktionsanlage – die Flüssighefeherstellung – in den zurückliegenden Jahren auf den neuesten Stand der Automationstechnik gebracht worden.

Mikroprozessorgesteuerte Produktionslinien für die Konfektionierung und Verpackung der Frischbackhefe runden den Produktionsprozess ab.